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22-05-2010 Architektur & Bauwesen
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Wolkenkratzer in St. Petersburg: Medwedew ermahnt Gazprom |
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Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat den umstrittenen Bau eines 403 Meter hohen Wolkenkratzers des Konzerns Gazprom in St. Petersburg kritisiert. Medwedew habe vor allem auf einen Appell der UNESCO verwiesen, die einen Baustopp für das sogenannte "Ochta-Zentrum" gefordert und eine geringere Gebäudehöhe vorgeschlagen habe, hieß es in einem Brief.
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Der Brief, unterzeichnet vom außenpolitischen Berater des Präsidenten, Sergej Prichodko, unterstreiche die "Wichtigkeit des Dialogs mit der UNESCO". Es sei "unzulässig, dem Ruf Russlands zu schaden".
Laut der Zeitung "Kommersant" wurde der Brief an mehrere ranghohe Verantwortliche verschickt, darunter die Gouverneurin von St. Petersburg, Valentina Matwienko. Das Bauprojekt des Gasriesen Gazprom war von Medwedews Vorgänger Wladimir Putin maßgeblich unterstützt worden. Der Gebäudekomplex würde das von eleganten Palästen und Kirchen geprägte Erscheinungsbild der Stadt stark verändern. Die UN-Kulturorganisation UNESCO droht, das Zentrum von St. Petersburg von der Liste des Weltkulturerbes zu streichen, sollte der Wolkenkratzer tatsächlich gebaut werden. Sowohl Medwedew als auch Putin wurden in St. Petersburg geboren.
Natalia Timakowa, Sprecherin von Medwedew, bestätigte den Brief von Prichodko an die Regionalbehörden von St. Petersburg, stellte aber auch klar, dass der Kreml keine Anordnungen gegeben habe.
[afp/russland.RU]
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