Die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream wird deutlich teurer als bislang bekannt. Die Gesamtkosten für das Projekt beliefen sich auf
8,8 Milliarden Euro - 1,4 Milliarden Euro mehr als bislang öffentlich kommuniziert wurde, sagte ein Nord-Stream-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).
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Bei dem Mehrbetrag handle es sich um Finanzierungskosten, die bislang unerwähnt geblieben seien und nicht zu den eigentlichen Projektkosten gehörten. Diese Zusatzkosten seien nicht veröffentlicht worden, da diese schwer zu planen und "von der Marktsituation abhängig" seien, sagte der Sprecher. Der jetzt bekannt gewordene Mehrbetrag sei in seiner Höhe aber "relativ fest".
Knapp eine Woche nach dem offiziellen Baustart fiel am Donnerstag auch an der deutschen Ostseeküste der Startschuss für die Pipeline-Bauarbeiten. Bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern werde in den kommenden Wochen ein Graben in den Meeresboden getrieben, mit dem die Pipeline-Rohre an das Festland angebunden würden, teilte Nord Stream mit. Die Arbeiten würden bis Mitte Mai dauern.
Bei der Ostsee-Pipeline handelt es sich um eines der größten Energieprojekte in Europa in den vergangenen Jahren. Die rund 1220 Kilometer lange Rohrleitung soll ab Ende 2011 vom russischen Wyborg Erdgas nach Deutschland befördern und so die Versorgungssicherheit Europas verbessern. Der Bau soll Ende 2012 abgeschlossen sein. Beteiligt an dem internationalen Bau- und Betreiberkonsortium Nord Stream sind der russische Energieriese Gazprom, der deutsche Energiekonzern Eon Ruhrgas, die BASF-Tochter Wintershall sowie die niederländische Gasunie.
[ russland.RU ]
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