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Medien & Netzwelt

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Flattr this 05-03-2010 Medien & Netzwelt
Kaspersky Lab: So surfen Kinder sicher


ABC für sicheres Internet


In Europa nutzen rund 75 Prozent der Kinder das Internet. Die meisten Eltern sind zwar auch im Web unterwegs, aber im Unterschied zu anderen Lebensbereichen fehlt Ihnen oft der Erfahrungsvorsprung. Gegen die Gefahren können Sie Ihre Kinder aber trotzdem mit einfachen Mitteln schützen.



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Handys, Spielekonsolen und Internet-Dienste: Wenn Erwachsene noch die Beschreibung studieren oder die Lesebrille suchen, sind die Kinder schon mittendrin. Der Nachwuchsvorteil: Kinder haben keine Angst vor Technik und legen einfach los. Doch nur weil Ihnen Ihr 10-jähriges Kind zeigt, wie man die Fotos von einer Digitalkamera zum Fotobuch zusammenbaut, weiß es noch lange nicht um die Gefahren im Internet. Hier sind die Eltern gefragt, auch wenn sie keine Technik-Profis sind.

Wer sich über Internet-Gefahren für Kinder informieren möchte, kommt an EU Kids Online[1] nicht vorbei: Das thematische Netzwerk ist durch die EU-Kommission gefördert und Teil des Programms "Safer Internet Plus". Es fasst europaweit Studien und Forschungsergebnisse über die Internet-Nutzung von Kindern zusammen und zeigt dabei Chancen und Risiken auf. Die größte Gefahr für Kinder im Internet besteht demnach in der Herausgabe persönlicher Daten, gefolgt von der Konfrontation mit Pornographie; die in den Medien oft thematisierten Offline-Treffen mit dubiosen Online- Bekanntschaften treten deutlich seltener auf, stellen aber weiterhin das größte Risiko dar. Cybermobbing dagegen ist auch auf den vorderen Plätzen der Online-Risiken zu finden und wird wohl mit zunehmender Nutzung sozialer Netzwerke immer stärker zum Thema.

Interessant auch in diesem Zusammenhang: Die Eltern haben bei der Internet-Nutzung wieder aufgeholt. Wenn die Kinder ins Internet gehen, dann tun das in der Regel auch die Eltern. Fakt ist aber, dass die Internet-Nutzer immer jünger werden. Die deutlichste Zunahme bei Internet-Nutzern verzeichnet aktuell die Gruppe der 6- bis 10-Jährigen. Für die Eltern heißt das, sie müssen entsprechende Maßnahmen ergreifen. Tipps dazu gibt das „ABC für sicheres Internet“:

A...Absichern

Als Erstes, also noch bevor Ihre Kinder überhaupt ins Internet gehen, sollten Sie den Computer absichern. Die meisten Schritte dafür unterscheiden sich nicht groß von den Maßnahmen, die Sie auch für den eigenen Schutz im Internet ergreifen sollten: Auf den PC gehört als wichtigste Sicherheitskomponente ein Internet-Schutzpaket, etwa Kaspersky Internet Security. Dieser Rundum-Schutz spürt Computer-Schädlinge wie Viren, Würmer und Trojaner auf, entdeckt Spionageprogramme und blockiert Hacker- Angriffe mit einer Firewall. Entscheidend dabei: Das Programm besitzt eine automatische Aktualisierungs-Funktion, sodass der Schutz immer auf dem neuesten Stand ist.

Updates sind auch für Windows und die eingesetzten Programme wichtig. Microsoft bietet ebenfalls einen automatischen Aktualisierungs-Dienst an, den Sie auf jeden Fall aktivieren sollten. So landen Sicherheits-Updates automatisch auf dem PC und werden ohne Ihr Zutun eingespielt. Außerdem ist eine Datensicherung für den kompletten Computer empfehlenswert. Hintergrund: Sollte es zu einem Hardware-Defekt kommen, dann erleiden Sie keinen Datenverlust und können eine aktuelle System-Sicherung auf einem neuen Computer wieder einspielen. Windows hat schon grundlegende Backup- Funktionen eingebaut, komfortabler geht es mit Zusatzprogrammen für Daten- und Systemsicherungen.

Nach der Grundabsicherung des PCs sollten Sie sich über die spezifischen Gefahren für Ihre Kinder Gedanken machen. Eine erhöhte Gefahr bei Kindern besteht etwa bei sogenannten Drive-by Downloads. Dabei nisten sich bösartige Programme auf dem PC schon dann ein, wenn man eine infizierte Webseite nur besucht – ohne dass überhaupt eine Datei oder Programm heruntergeladen wird. Der Grund für die erhöhte Gefahr: Genauso wie etwa die verbotenen Zigaretten locken, sind auch "verbotene" Internetseiten reizvoll für Kinder. Schnell landet der Nachwuchs dann über einen Link, der im Freundeskreis kursiert, auf einer infizierten Webseite. Der Virenschutz im Komplettpaket immunisiert den PC aber gegen diese Schädlinge.

Behandeln Sie das Internet wie andere Medien. Wichtig ist dabei eine Zeitbeschränkung für die Nutzung. Sie sollten dies natürlich mit Ihren Kindern absprechen. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Abmachungen auch eingehalten werden, können sie auch eine Zeitbeschränkung einstellen. Eine Kindersicherung in Kaspersky Internet Security erledigt das für Sie. Die Kindersicherung können Sie auch als Zugangsbeschränkung nutzen, sodass Ihre Kinder nur auf bestimmte Kategorien von Websites zugreifen dürfen. So können Sie etwa verbieten, dass Webseiten mit pornographischen Inhalten überhaupt angezeigt werden. Zudem ist es möglich, einzelne Seiten gezielt zuzulassen oder zu blockieren. Kinder und Jugendliche nutzen das Internet vor allem zur Kommunikation mit Freunden. Das können Chats über klassische Messenger und auch soziale Netzwerke sein. Ein gutes Internet-Sicherheitspaket überwacht auch diese Quellen auf digitale Schädlinge. Doch Vorsicht: So ist zwar der PC vor Schädlingen geschützt, dass Ihre Kinder aber persönliche Daten über sich preisgeben oder mit Fremden chatten, kontrolliert die Software nicht. Hier ist Plan-B nötig.

B...Besprechen

Kinder sind im Internet genauso gefährdet wie in der richtigen Welt. Das kann der dubiose Fremde sein, der Kinder im Chatroom anspricht; Viel wahrscheinlicher aber ziehen sich Kinder wie im echten Leben auch in sozialen Netzwerken gegenseitig auf oder sie stoßen beim Surfen auf Erwachsenen-Inhalte. Wichtig ist, dass Sie diese Gefahren verstehen und mit Ihren Kindern besprechen, denn ein Internet-Verbot ist keine Lösung. Informieren Sie sich über aktuelle Trends im Internet und machen Sie sich selbst ein Bild davon. Stellen Sie den PC im Wohnzimmer auf und machen Sie ihn so zu einem Gerät für die ganze Familie. Ein eigener PC im Kinderzimmer ist für den Anfang nicht zu empfehlen.

Stellen Sie klare Regeln auf, etwa für die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook, Online-Einkäufe, Downloads von Musik und Videos. Kinder unter 10 Jahren sollten nicht allein im Internet surfen dürfen. Auch bei älteren Kindern gilt: Nutzen Sie gezielt das Internet gemeinsam mit Ihren Kindern. Wenn Ihre Kinder Chaträume besuchen, Instant Messaging verwenden oder sich bei sozialen Netzwerken anmelden wollen, dann reden Sie darüber und helfen Sie dabei, wenn Sie der Nutzung zugestimmt haben. Suchen Sie passende Anmeldenamen zur Identifikation aus, achten Sie darauf, dass dabei keine wichtigen persönlichen Informationen preisgegeben werden; Adresse und Telefonnummer sollten absolut tabu sein.

Stellen Sie Parallelen zum Alltag her und erklären Sie Ihren Kindern, dass viele Verhaltensweisen, die im Alltag als richtig oder falsch gelten, auch im Internet gelten. So wird schnell klar, dass Kinder nicht mit Fremden chatten sollten oder der Tausch von Raubkopien ebenso verboten ist. Und auch die Verhaltensregeln gegenüber anderen sollten sich im Internet nicht ändern, nur weil die Kommunikation vor dem Computer abläuft. Erklären Sie aber auch die Unterschiede zwischen Wirklichkeit und Internet. So sollten Ihr Kind wissen, dass es im Web leichter möglich ist, dass sich jemand eine falsche Identität zulegt oder dass Spam-Mail einfach durch trickreich formulierte Texte Nutzer auf bestimmte Webseiten locken wollen. Bringen Sie Ihren Kindern bei, dass nicht alles, was sie online lesen auch wahr ist. Ermutigen Sie Ihre Kinder, Fragen zu stellen, wenn sie sich nicht sicher sind. Das gilt besonders für negative Erfahrungen im Internet. Denn nach den Ergebnissen von EU Kids Online sprechen die Heranwachsenden nur sehr selten mit Eltern über Probleme im Internet.

C...Checken

Sehen Sie die Internet-Sicherheit Ihrer Kinder nicht als einmalige Aufgabe an, sondern bleiben Sie am Ball. Reden Sie mit Ihren Kindern über neue Web-Dienste, prüfen Sie die Sicherheitseinstellungen des PCs regelmäßig und halten Sie auch die Jugendschutzeinstellungen aktuell. Die nächste Herausforderung für Eltern wartet schon, denn auch mobile Geräte wie Handys und tragbare Spielekonsolen sind Internet-Zugangspunkte die verstärkt von Kindern genutzt werden. Mit dem Wissen, dass Eltern den Kindern am Internet-PC mitgeben, richtet sich auch die mobile Internet- Nutzung aus.



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