In der russischen Stadt St. Petersburg hat die Polizei einen gegen den Präsidentschaftskandidaten Dmitri Medwedew gerichteten antisemitischen Protestzug von Ultranationalisten verhindert.
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Etwa 30 Menschen seien festgenommen worden, sagte einer der Organisatoren des Marsches, Nikolaj Bondarik, am Samstag. Die Hälfte von ihnen sei bereits in der Nacht festgenommen worden, die andere Hälfte am Morgen. Von Medwedews Büro und von Regierungsseite gab es zunächst keine Stellungnahmen.
Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete ebenfalls von mehreren Festnahmen. Am Ort der geplanten Demonstration war die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Bondarik bestätigte indirekt, dass bei der Kundgebung die jüdischen Wurzeln Medwedews gebrandmarkt werden sollten. Dies sei aber nicht die Hauptaussage des Protestzugs gewesen. Im Vordergrund habe das Motto "Russland den Russen" gestanden.
Medwedew, der bei der Präsidentschaftswahl am 2. März mit großer Wahrscheinlichkeit zum Nachfolger von Wladimir Putin gewählt wird, hatte kürzlich in einem Interview ohne nähere Erläuterungen seinen Großvater mütterlicherseits erwähnt, Wenjamin (Benjamin) Schaposchnikow. Die ultranationalistischen Gruppen in Russland versammeln sich regelmäßig Anfang November zu einem "Russischen Marsch", bei dem sie Nazi-Grüße praktizieren.
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