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Skispringer aus Russland mit Aufwind zu den Olympischen Spielen 2014


[ Von Harald Gleißner ] Die Erfolge der russischen Skiadler finden Anerkennung und mit Aufwind fliegt das Team, vom ehemaligen deutschen Nationaltrainer Wolfgang Steiert betreut, in Richtung Olympische Spiele 2014 in Sotschi.



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Steierts "Abenteuer", wie er sein Engagement selbst einmal nannte, scheint sich spätestens seit letztem Winter zu lohnen. Die russischen Skispringer gehören wieder zur erweiterten Weltspitze und mit Dmitri Wassiljew gibt es einen absoluten Weltklasseathleten in ihren Reihen, der auch jeder Zeit ein Skispringen gewinnen kann.

In der letzten Saison wurde Dmitri Wassiljew sogar fünfter im Gesamt-Weltcup, noch einen Platz vor dem deutschen Vorzeigeadler Martin Schmitt. In der laufenden Saison fehlen zwar noch die Spitzenresultate, so belegte Wassiljew nur den 24. Gesamtplatz in der gerade zu endegegangenen Vierschanzentournee.

Dieses war nicht ein Wunschergebnis von Wolfgang Steiert und seinen Skispringern, der Höhepunkt sind aber auch erst die XXI. Olympischen Winterspiele vom 12. bis 28. Februar 2010 in der kanadischen Stadt Vancouver und darauf ist das gesamte Training auch ausgerichtet.

Im derzeitigen Gesamt-Weltcup liegt Wassiljew auf den 16. Platz und damit nur einen Platz hinter Michael Uhrmann aus Deutschland und weit vor Martin Schmitt. Damit befindet sich die russische Skisprungnationalmannschaft im gleichen Vorbereitungsstadium wie die deutsche Nationalmannschaft auf die Olympischen Winterspiele.

Wassiljew wurde auch noch beraubt

Außerdem gab es bei der diesjährigen Vierschanzentournee auch noch böse Nebenüberraschungen für das russische Team, die auch noch zusätzlich an den Nerven zehrten. Dimitri Wassiljew wurde am Rande des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen bestohlen. Er büßte bei einem Einbruch in seinem Hotel den Reisepass und das bei den Weltcup-Springen in Engelberg gewonnene Preisgeld in Höhe von 6.400 Schweizer Franken ein.

Es gibt aber auch Probleme außerhalb des Skispringens

Dabei hat Steiert zur Zeit noch ganz andere Probleme. Ein Trainingslager für 20 russische Skispringer und deren Vereinstrainer in Deutschland oder Finnland? Russische Skispringer dürfen ohne Visum nicht nach Europa reisen. Und um ein Visum zu bekommen brauchen sie eine Einladung.

Wolfgang Steiert muss also auch noch improvisieren können und er tat es – so bat er voriges Jahr den Hinterzartener Skiclub eine Einladung zu formulieren, der Skiclub tat es und die 20 Springer samt Trainer durften einreisen. Wolfgang Steiert sein Job als Cheftrainer der russischen Nationalmannschaft ist mehr als nur mit den besten Athleten des Landes an deren Form zu feilen, er ist auch Manager und Organisator.

Weiterhin werden seit Jahren in Russland moderne Schanzenbauten versprochen. Über das Planungsstadium ist man bisher jedoch nicht groß hinausgekommen.

Trainergespann gegen antiquierte Trainingsmethoden

Steiert trainiert das russische Team gemeinsam mit dem Schweizer Bernie Schödler der einst Simon Ammann bei dessen Olympiasiegen 2002 und dessen WM-Titel 2007 trainierte. Vor allem um den Nachwuchs soll Schödler sich kümmern, damit die Erfolge russischer Skispringer von Dauer sind.

„Für das Skispringen gibt es in Russland kaum Infrastruktur. Die Schanzen sind veraltet, das Material oft nicht wettbewerbsfähig und viele Trainer hingen noch einer antiquierten Schule an - die glauben, viel trainieren hilft viel". „Dabei brauche es längst eine andere Trainingsmethodik. Doch die lässt sich nicht allein in Besprechungen vermitteln. Man muss Erfolge vorweisen können. Wenn wir nur um Platz 30 mitspringen würden, hätten die kein Vertrauen" so sagt Wolfgang Steiert.

Der russische Verbandspräsident Wladimir Slawski sagte über Steiert: "Wir sind vollkommen zufrieden mit ihm. Er ist nicht nur ein guter Trainer, sondern auch ein hervorragender Organisator. Deshalb haben wir seinen Vertrag bis Olympia 2010 verlängert".

In Russland zählen nur Medaillen

Wolfgang Steiert treibt das Ziel, Russland nach Wladimir Beloussow (1968 in Grenoble) wieder Olympiagold zu bescheren. „Das wäre schon toll, das als erster Trainer zu schaffen. Dann käme sicher auch Wladimir Putin vorbei", sagt Steiert. Aber er weiß auch, dass mit Blick auf Sotschi ein Masterplan mit Namen "Resultat" existiert, der Russland zur Wintersportmacht Nummer 1 machen soll.

Steiert: "Dass ich noch einen Vertrag habe gibt mir zwar Sicherheit aber am Ende helfen nur Medaillen. Vielleicht gibt es ja irgendwann auch eine andere Funktion für mich. Natürlich würde ich auch gern nach Deutschland zurückkehren."

Die Mannschaft wird mit modernsten Sportmaterial ausgestattet

Zu der Arbeit von Steiert gehört aber auch Kontakte zu den Sponsoren und zu Materiallieferanten zu halten. Was das Material anbetrifft sind die russischen Skispringer absolut konkurrenzfähig. Eine Schweizer Firma produziert exklusiv Sprunganzüge, nur für das Schweizer Team und für die russischen Skispringer.

Russland ist für Skifirmen ein attraktiver Markt, auch deshalb werden die russischen Skispringer mit modernen Sprungmateriel ausgestattet. Ein Pharmaunternehmen aus der Oberpfalz, ein Sportartikelhersteller und die deutsche Niederlassung des Energiekonzerns Gazprom stehen dem Team zur Seite. Und auch das der Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, der ebenfalls von Gazprom gesponsert wird, bei der Vier-Schanzen-Tournee zu Gast war und die russischen Springer umherfuhr gehört dazu.

Das russische Skisprung-Team hat sich unter schwierigen Trainings- und Wettkampfbedingungen unter den Besten im Weltcup etabliert. Auch deshalb wurde der russische A-Kader im Skispringen auf sechs Athleten aufgestockt. Dies entschied der russische Verbandspräsident für Skispringen, Vladimir Slavsky. [ Harald Gleißner / russland.RU ]




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Exklusiv für russland.RU schrieb unser Korrespondent Alexander Kazakow vor Ort in Portugal während der Fussball – Europameisterschaft 2004
Seine Beobachtungen zeigen auch andere Seiten der EM. In einem Schwerpunkt hat russland.RU die EM – Berichterstattung zusammengefasst



Moskau hat die letzte Phase der Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele eingeleitet. Der russland.RU Schwerpunkt zeigt Moskaus Weg zu den Olympischen Spielen 2012 – www.moskau-2012.de      zum Olympia 2012 Schwerpunkt...


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