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Keine gute Ausgangslage für starken ZSKA Moskau - nur 1:1


[ Von Harald Gleißner ] Moskau. ZSKA Moskau hatte die große Chance, den FC Sevilla in eine echte Bredouille zu bringen. Die Moskauer waren die bessere Mannschaft im Hinspiel des Champions League Achtelfinals, aber nicht kaltschnäuzig genug. Das rächte sich. Im Rückspiel wird es jetzt extrem schwer.




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Während die Spanier mitten in der Saison stecken und in der Primera Division als momentan viertplatziertes Team eine gute Rolle spielen, wartet der ZSKA Moskau noch auf den Start der russischen Fußballsaison – am 14. März ist dieses endlich soweit. Fast drei Monate hatte der ZSKA nun schon kein Pflichtspiel mehr bestritten.

Auf dieses Champions League Spiel konnte Moskaus Trainer Leonid Slutsky seine Mannschaft nur in Trainingseinheiten, in Trainingslagern in der Türkei und Spanien sowie in insgesamt sechs Testspielen vorbereiten. Eines davon, das letzte, wurde verloren. Bei der Generalprobe für dieses Spiel unterlag ZSKA am vergangenen Donnerstag gegen Dnepr Dnepropetrovsk aus der Ukraine mit 0:3.

ZSKA Moskau, das sich zuvor noch nie für die K.o.-Runde der Champions League qualifizieren konnte zeigte aber vom Anpfiff weg, vor 15.000 Zuschauern im Luschniki Stadion, keinen Respekt vor dem Gegner aus Spanien. Schöne Spielzüge, hoher läuferischer Einsatz, gutes Zweikampfverhalten - der ZSKA glänzte und war die bessere Mannschaft.

ZSKA übernahm gleich die Spielregie

Moskau erspielte sich gleich in der Anfangsphase gute Chancen. Die Hausherren waren erst einmal das auffälligere Team. In der 5. Min. legte Necid nach einem Abwehrfehler von Escude an der Strafraumgrenze zurück auf Mark Gonzalez, aber der linke Mittelfeldspieler von ZSKA zielt dann aus 20 Metern etwas zu hoch. Von mangelnder Spielpraxis merkt man den Spielern vom ZSKA jedenfalls nichts an. In der 13. Min. lässt Honda an der Strafraumgrenze Romaric aussteigen und zieht dann fulminant ab. Doch der Schuss des Japaners ist nicht genau genug, verfehlt den Kasten der Gäste knapp.

Ansprechende Offensivaktionen hatte bis 20. Minute nur Moskau zu bieten. Sevilla agierte doch sehr arg abwartend. Doch so kann es im Fußball kommen - Moskau macht das Spiel, die Spanier das Tor.

0:1 für FC Sevilla Jesus Navas macht rechts Tempo und zieht an Schennikov vorbei. Der Flügelspieler von Sevilla bringt den Ball hart und flach in die Mitte. Torhüter Akinfeev verpasst ebenso wie die Verteidiger Ignaschevich und Aleksei Berezutski - Alvaro Negredo steht am zweiten Pfosten und schiebt mühelos ins leere Tor ein – 0:1

Danach macht ZSKA wieder alles richtig, immer wieder starteten sie Angriff um Angriff und setzen die Abwehr der Gäste unter Druck. Irgendwann muss die Mauer von Sevilla hinten ja bröckeln.

Die spielbestimmende Mannschaft war ZSKA Moskau, doch Sevilla führte zur Halbzeit 1:0. Eine einzige richtig gelungene Offensivszene reichte den Spaniern, um durch Negredo das Führungstor zu erzielen. Vorher und nachher hatten die Moskauer am und im Strafraum ordentliche Spielzüge mit Torschüssen oder guten Flanken abgeschlossen - nur ins Tor wollte die Kugel noch nicht.

ZSKA startet stark in die zweite Halbzeit

Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte. Gleich wieder Chancen für ZSKA Moskau - Krasics Flanke von rechts köpft Honda am linken Fünfereck stehend trotz Bedrängnis von Stankevicius aufs Tor, abgefälscht fliegt die Kugel knapp rechts vorbei, in der 48. Min.

Viel Tempo war danach aber nicht im Spiel. Sevilla bei allen Aktionen um Ruhe und Ordnung bemüht, Moskau fand nach Ballgewinnen kaum eine Anspielstation. ZSKA musste lernen, dass Schüsse aus der Distanz nicht das geeignete Mittel waren, um den Kasten von Sevilla wirklich und wahrhaftig in Gefahr zu bringen. Vor allem dann nicht, wenn man so schießt wie Necid - weit vorbei.

Endlich Ausgleich – 1:1

In der 66. Min. gelang aber dann endlich der Ausgleich, das lange vergebliche Anrennen wurde belohnt. Mit einem Linksschuss aus rund 30 Metern halblinks überraschte Mark Gonzales wohl nicht nur sich selbst - der Ball senkte sich im rechten Eck, Torhüter Palop guckte nur verdutzt hinterher. Stankevicius hatte den linken Mittelfeldspieler von Moskau nicht energisch genug angegriffen- endlich 1:1.

Mit diesem Treffer hatte sich ZSKA für das engagierte Spiel belohnt. Jetzt wollten die Moskauer mehr und sich ein Polster fürs Rückspiel herausschießen. Gefährliche Torraumszenen waren aber nach dem Ausgleich Mangelware. Und so blieb es nach 90 Minuten beim Unentschieden. Moskau tat deutlich mehr für das Spiel, doch zum Sieg hatte es nicht mehr gereicht.

Chance für das Rückspiel ist gegeben

Die Ausgangslage ist damit nicht gut für den ZSKA Moskau, nur warum soll den Moskauern nicht eine Überraschung in Sevilla gelingen? Der FC Sevilla ist auch keine „Übermannschaft“ wie sich in diesem Spiel zeigte und auch zu Hause besiegbar.

Die russische Premier Liga beginnt am 14. März, so dass ZSKA Moskau vor dem Rückspiel am 16.03. nur im Heimspiel gegen Amkar Perm antreten muss. Der FC Sevilla hingegen bestreitet vor dem Rückspiel noch drei Spiele in der Primera Division. Am Sonntag kommt Athletic Bilbao, danach geht es noch gegen Real Madrid und Deportivo La Coruna. Für wen das zum Vorteil ist werden wir am 16.03. sehen. [ Harald Gleißner / russland.RU ]




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Exklusiv für russland.RU schrieb unser Korrespondent Alexander Kazakow vor Ort in Portugal während der Fussball – Europameisterschaft 2004
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